KSV-Auszug: So kannst du deine KSV-Einträge einsehen!

Von KSV-Einträgen und ihren Auswirkungen für Verbraucher haben die meisten schon einmal gehört. Was genau der KSV ist und wie diese Einträge funktionieren, ist hingegen nur wenigen bekannt. Wenn du dich informieren möchtest, ob der KSV einen Eintrag in deinem Namen vermerkt hat oder du sogar den Verdacht hast, dass dies der Fall sein könnte, dann solltest du unbedingt einen KSV-Auszug einfordern. Auch Behörden und potenzielle Vermieter fordern häufig eine Auskunft. Wie das geht und was dabei zu beachten ist, erklären wir Euch im Folgenden.

Was ist der KSV?

KSV1870 steht für Kreditschutzverband und dies ist in Österreich ein privatwirtschaftlicher Schutzverband für Gläubiger wie Banken, Handelsunternehmen und sonstige Dienstleister. Er verwaltet Informationen über die Kreditwürdigkeit von Kreditnehmern und kann diese unter bestimmten Bedingungen herausgeben – auch an die betroffene Person selbst. Darüber hinaus bietet der KSV Gläubigern auch Insolvenzvertretungen sowie Unterstützung bei Mahn- und Inkassoverfahren.

Was ist ein KSV-Eintrag?

KSV-Einträge sind beim KSV gespeicherte Daten über die Finanzen einer Person wie laufende Kredite oder ausstehende Raten. Diese Informationen dienen dem Schutz von Gläubigern vor Schuldnern mit schlechter Rückzahlungsmoral. Ein Eintrag beim KSV muss aber zunächst einmal nicht Schlimmes bedeuten, denn es gibt eine Unterscheidung in positive und negative KSV-Einträge. Ein positiver Eintrag enthält zum Beispiel lediglich Informationen über Grundbucheinträge oder abgeschlossene Kreditverträge und ist in der Regel unproblematisch. Insofern haben die meisten Österreicher und Österreicherinnen Einträge beim KSV. In einem negativen KSV-Eintrag hingegen werden Zahlungsausfälle, gerichtliche Mahnverfahren oder Privatkonkurse vermerkt. Auf Grundlage dieser Einträge beurteilt der KSV die Kreditwürdigkeit der jeweiligen Person.

KSV-Einträge werden nur für eine gewisse Zeit gespeichert. Je nach Relevanz der Information bleiben diese unterschiedlich lang vermerkt. Für Informationen über abgelehnte Kreditanträge bei Banken etwa beläuft sich die Dauer auf sechs Monate und für Einträge über Privatkonkurse oder Insolvenzverfahren auf bis zu sieben Jahre. Anschließend werden die Daten automatisch gelöscht.

Wofür brauche ich einen KSV-Auszug?

Ein KSV-Auskunft ist unbedingt notwendig bei Verdacht auf einen negativen Eintrag, der Vertragsabschlüsse oder den Erhalt von Krediten verhindert. Nur wenn man seine Einträge und die Bewertung der eigenen Bonität kennt, kann man auch gegebenenfalls dagegen vorgehen und eine Löschung der Information einleiten.

Auch Behörden, potenzielle Vermieter oder auch Finanzierer und Arbeitgeber können eine Vorlage des KSV-Auszuges – den sogenannten InfoPass – als objektiven Nachweis der Zahlungsfähigkeit verlangen.

Wie viel kostet eine KSV-Auszug?

Einmal jährlich kannst du deine Daten in einer Selbstauskunft online kostenlos abfragen.

Darüber hinaus gibt es vier verschiedene Arten von Auskünften über Privatpersonen für verschiedene Zwecke: der InfoPass für Behörden, Vermieter, Finanzierer und für Bewerber. Diese kosten abhängig vom jeweiligen Zweck zwischen 29,70 Euro und 45,90 Euro.

Wo bekomme ich meine Selbstauskunft oder meinen Info-Pass?

Deine kostenlose Selbstauskunft kannst du auf der Seite des KSV online beantragen. Dafür brauchst du:

Deinen jeweiligen InfoPass kannst du ebenfalls online beantragen und innerhalb von zwei Tagen als pdf-Dokument runterladen. Lediglich der InfoPass für Behörden benötigt bis zu 10 Tagen.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Der KSV gibt nicht einfach alle gespeicherten personenbezogenen Daten auf Anfrage heraus – das darf er auch gar nicht. Nur die betroffene Person selbst sowie staatliche Organe wie die Polizei oder sie Staatsanwaltschaft können auf die Daten zugreifen.

Daher kann für Mietverträge oder von Kreditgebern die Vorlage eines KSV-Auszuges gefordert werden, der dann von der betroffenen Person selbst beim KSV angefragt werden kann.